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Von palästinensischen Student*innen an ihre Kommiliton*innen in Deutschland- ein Aufruf

Palästinensische Student*innen stehen hinter dem Recht auf BDS




"Ignorance is a choice"- BDS Demonstration in Deutschland. Photo: EFE



Als palästinensische Student*innen weisen wir Antisemitismus und alle anderen Formen von Rassismus zurück und bekennen uns daher uneingeschränkt zu unserer Unterstützung für die BDS-Kampagne. Diese strebt die Verwirklichung palästinensischer Rechte an und dass Israel für den Bruch von Menschenrechten verantwortlich gemacht wird wie alle anderen Staaten auch, die ähnliche Verbrechen begehen.


Wir, die unterzeichnenden palästinensischen Studierendenorganisationen, rufen unsere Kommilitonen in Deutschland dazu auf, gegen die anti-palästinensische Resolution zu stimmen, die an diesem Sonntag auf der „Deutsch-Israelischen Studentenkonferenz“ in Frankfurt beschlossen werden soll.

Wie bekannt hat der Bundestag im letzten Monate eine ähnliche Resolution verabschiedet, die ebenfalls auf der abstrusen Lüge basiert, dass die gewaltfreie BDS-Bewegung für palästinensische Rechte antisemitisch sei.


Die palästinensische Zivilgesellschaft inklusive der Studierendenvereinigungen und der Palestine Liberation Organization (PLO) (...) haben sich zusammengetan um ihr Entsetzen über die Bundestagsresolution auszudrücken und sie zu verurteilen.

Als paläsitnensische Studierende weisen wir Antisemitismus und alle anderen Formen von Rassismus zurück und bekennen uns daher uneingeschränkt zu unserer Unterstützung für die BDS-Kampagne. Diese strebt die Verwirklichung palästinensischer Rechte an und dass Israel für den Bruch von Menschenrechten verantwortlich gemacht wird wie alle anderen Staaten, die ähnliche Verbrechen begehen.


BDS ruft zu friedfertigem Druck auf Israels Regime auf, das von Besatzung, Siedlerkolonialismus und Apartheid geprägt ist, sowie zu Druck auf Firmen und Institutionen, die sich zu Komplizen bei diesen enschenrechtsverbrechen machen. Dieser Druck wird aufrechterhalten bis Israel vollständig seinen Verpflichtungen aus internationalem Rechte nachkommt. BDS ruft spezifisch zur Beendigung von Israels 1967er Besatzung und der rassistischen Diskriminierung der eigenen palästinensischen Bürger*innen auf sowie der Umsetzung des von den Vereinten Nationen UN eingeforderten Recht auf Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge.


Die globale BDS-Bewegung wird von der breitesten Koalition der palästinensischen Zivilgesellschaft angeführt und wurzelt in der Universellen Erklärung der Menschenrechte. Sie weist alle Formen von Rassismus und Diskriminierung zurück, was unter anderem Islamophobie, Antisemitismus, Sexismus und Rassismus gegen POC (persons of colour) einschließt. Sie ist inspiriert von der südafrikanischen Anti-Apartheidsbewegung und der US-amerikanischen Civil Rights movement. BDS macht Komplizenschaft zur Zielscheibe seiner Aktionen- nicht etwa ethnische, religiöse oder sonstige Identitäten („complicity not identity“).

Wir wollen euch daran erinnern, dass mehr als 40 progressive jüdische Organisationen aus der ganzen Welt die betrügerische Gleichsetzung von Feindlichkeit oder Vorurteilen gegen Juden auf der einen Seite und legitimer Kritik israelischer Politik und deren systematischer Ungerechtigkeit auf der anderen scharf kritisiert haben. „Diese Gleichsetzung“, erklärten sie, „unterminiert sowohl den palästinensischen Kampf für Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit als auch den weltweiten Kampf gegen Antisemitismus. Auch schirmt diese Gleichsetzung Israel davon ab nach den universellen Standards der Menschenrechte und internationalem Recht zur Verantwortung gezogen zu werden.“

Vor einigenTagen haben außerdem 240 jüdische und israelische Gelehrte einen Aufruf an die deutsche Regierung veröffentlicht in dem sie darum bitten, BDS nicht mit Antisemitismus gleich zu setzen.

Die vorgeschlagene Resolution zu verabschieden, würde das Recht auf Meinungsfreiheit genauso unterminieren wie unsere Rechte als Student*innen uns den Verletzungen der Menschenrechte und internationalen Rechts, die durch Israel begangen werden, entgegen zu stellen.

Wir rufen euch als Kommilitonen und Kameradinnen und Kameraden dazu auf, diese anti-palästinensische und anti-arabische Resolution zurück zu weisen und unser Recht mittels BDS unseren Protest gegen die Unterdrückung zum Ausdruck zu geben zu respektieren. Wir hoffen, dass deutsche Studierendenvereinigungen auf der richtigen Seite der Geschichte stehen werden und sich weigern ihren Namen unter ein Dokument zu setzen, das den friedfertigen Widerstand des palästinensischen Volkes gegen die israelische Militärbesatzung und Apartheid verurteilt.



Al- Quds Open University student councils (18 Unterorganisationen) Al- Najah National University student council Palestine Technical University- Khadoori student council Palestine Polytechnic University student council Bethlehem University student council Arab American University student council Hebron university student council Birzeit University Student Council Al- Quds University student council

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